schoolmotions-Trailer - Eindrücke von erfolgreicher Veranstaltung
Vorhang auf!
Einmal auf der Bühne stehen: für viele Jugendliche ein Wunschtraum, der zeitlebens unerfüllt bleibt. Nicht so für die Schüler und Schülerinnen von sechs Dortmunder und regionalen Schulen. Das Ballet Dortmund ermöglichte ihnen im Schuljahr 2009 / 2010 die Teilnahme am Tanzprojekt schoolmotions, finanziell unterstützt von vier Dortmunder Unternehmen. Das einjährige Projekt endete am 20. Juni 2010 in einem gemeinsamen Auftritt mit den Profitänzern des Dortmunder Ballets auf der Bühne des Opernhauses.
Das Fazit: Begeisterung pur - wie der obige Trailer lebhaft beweist. Und nicht nur die Akteure waren kaum zu bremsen: Im gesamten Opernhaus summte es wie in einem Bienenstock, nutzten doch Mitschüler, die nicht auf der Bühne standen, die Räumlichkeiten, um ihre Interpretionen des Projektes darzustellen. Dazu hunderte von Eltern, Geschwistern und Lehrer, die sich von der Begeisterung nur allzu gern anstecken ließen.
Die Idee dahinter
Fächerübergreifend sollten den Schülern in Sport/Tanz, Musik, Kunst, Deutsch und Philosophie/Ethik Vorurteile und Denkmuster transparent gemacht und anschließend durchbrochen werden. Die hier entstandenen Kosten für die Betreuung der Schüler wurden von vier Dortmunder Unternehmen - u.a. auch von Murtfeldt - übernommen.
Ca. 15-25 Schüler einer Schule setzten ein vorgegebenes Thema aus der neuen Choreografie "the last future" von Dortmunds Ballettdirektor Xin Peng Wang nach ihren Vorstellungen in Bewegung und in Tanz um. Dabei wurden die Schüler natürlich nicht allein gelassen. Ein Tanzpädagoge des Ballet Dortmund unterstützte sie. Zudem war kein Tanzstil vorgeschrieben: Von Breakdance bis zum modernen Ballet konnte alles getanzt werden.
Ihr Ziel: der gemeinsame oben erwähnte Auftritt der Schüler mit der Compagnie des Balletts Dortmund in einer Ballettaufführung "the last future" im Opernhaus am Sonntag, den 20. Juni 2010.
Mehr als nur Tanz
Schüler mit Migrationshintergrund stellten fest, dass ihre Sprachschwierigkeiten im Tanz keine Rolle spielten, sondern dass die Sprache des Tanzes für alle Neuland ist. Im Kontakt mit einer Ballettkompanie zeigte sich auch: Hier werden die unterschiedlichsten Sprachen gesprochen.
Schüler, die Schwierigkeiten haben, sich in einer Gruppe zurechtzufinden, bekamen ihren Platz durch die Choreografie zugewiesen. Sie waren mitverantwortlich für das Funktionieren des Gesamten. Daraus resultierte die positive Erfahrung: Es fällt auf, wenn ich mich ausklinke, ich bin gefragt.
Eine weitere wichtige Erfahrung war der Probenprozess während des Projekts: Der Satz „das kann ich nicht“ wurde schnell ersetzt durch „das kann ich noch nicht“. Die Schüler lernten im spielerisch-künstlerischen Prozess, dass es sich lohnt, nicht zu schnell aufzugeben, Dinge mehrmals anzugehen, nicht vorschnell zufrieden zu sein.

