Unternehmenskultur

Lernen ist wie Medizin - Murtfeldt spendet für Schulprojekt in Zimbabwe

Zur Schule zu gehen gehört nicht zu den Selbstverständlichkeiten des von politischen wie gesundheitlichen Katastrophen geplagten Zimbabwe. Um so mehr freuten sich die Bewohner des im Herzen Zimbabwes gelegenen Gokwe über den Besuch der Wittener Fundo-Gründungsmitglieder Bastian Müller und Nina Mühlinghaus Anfang Januar: Schließlich brachten diese neben wichtigen Medikamenten und Nahrungsmitteln gute Nachrichten bezüglich des Weiterbaus der Schule.

In zwei voll beladenen Autos reisten die beiden Wittener in dem Dorf in den Midlands an. Vollgepackt bis unter das Dach mit Schulbüchern, Lehrmaterial, einer kompletten Ausrüstung von Instrumenten für den Musikunterricht, zudem Maismehl und Öl für die hungernden Lehrer und Familien der Schüler. Ebenso durften Hygieneartikel wie Seife nicht fehlen. Der Bürgermeister nutzte den Besuch aus Deutschland als Gelegenheit, um einen Vortrag über Cholera zu halten.

Derzeit erlebt Zimbabwe eine der schwersten Krisen seit der Unabhängigkeit 1980. Das politisch seit Jahrzehnten zerrüttete Land leidet unter einer schweren Cholera-Epidemie: Über 16.000 Menschen haben sich infiziert, Hunderte von Menschen sind bereits an den Folgen der Erkrankung gestorben. Die medizinische Versorgung ist zusammengebrochen, Medikamente stehen nicht mehr zur Verfügung.

Um so wichtiger ist nun die weltweite Hilfe, wie sie auch Fundo – Unterstützung für das südliche Afrika e.V. unter Trägerschaft von Shona-Art leistet. Seit Ende 2004 läuft ein Schulprojekt in Gokwe im Herzen Zimbabwes, dessen Ziel der Bau einer Sekundarschule für 600 Schülern ist. Mindestens drei Schulgebäude mit jeweils zwei Klassenräumen, einem zusätzlichen Verwaltungsgebäude, Toilettenanlagen und Unterkünfte für die Lehrkräfte zählen ebenso dazu wie die bislang nicht vorhandene Wasserversorgung und die ebenso fehlenden Krankenstation.

Um diese Abgeschiedenheit zu versinnbildlichen: Das nächste Telefon ist 105 Kilometer entfernt. Der Bau des Schulzentrums bedeutet somit über den Bildungseffekt hinaus eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur und somit der Lebensqualität der Bewohner.

Dank der bisher geflossenen Spenden wurde der Schulbetrieb Anfang 2008 provisorisch aufgenommen. Der Bürgermeister von Gokwe stellte ein 17 Hektar großes Stück unentgeltlich zur Verfügung, mit Spenden konnten die Mauern des ersten Schulgebäudes, der Toilettentrakt und ein Lehrerhaus gebaut werden. Pünktlich zur einsetzenden Regenzeit wurde auch ein Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 22.000 Litern fertiggestellt.

Doch noch immer fehlt es an Geldern für die aufwendige Dachkonstruktion, für Tür- und Fensterrahmen und für das Inventar. Auch Übernachtungsmöglichkeiten für Schüler, deren Wohnort übermäßig weit ist, werden dringend benötigt.

Aus diesem Grunde unterstützt Murtfeldt Kunststoffe dieses Schulprojekt mit finanziellen wie auch Sachmitteln. Die Spenden kommen nicht nur der Schule zugute, sondern werden von den Fundo-Vereinsmitgliedern ebenfalls genutzt, um Impfungen, Medikamente und Wasseraufbereitungstabletten zu organisieren und diese an kompetente Ärzte in den Krisengebieten zu verteilen.

Weitere Informationen: www.shona-art.com